Reisefieber Hallstatt

Im heutigen Beitrag nehme ich dich mit in den Sommerurlaub nach Österreich. Wir haben einen Roadtrip gemacht und uns dafür entschieden Hallstatt auf die Route zu setzen. Vielleicht hast du schon einmal davon gehört, oder bist sogar schon dort gewesen. Erzähl mir doch einmal in den Kommentaren, ob und woher du Hallstatt kennst. 
In diesem Beitrag werden wir heute in die kleinen Gassen eintauchen und uns an den Hallstätter See setzen und den Schwänen bei der Arbeit zuschauen. Bist du bereit? Dann los!

Bergspitze ohne Wolken

Es ist Sommer und obwohl es den ganzen Tag immer mal wieder geregnet hat, ist die Luft, die durch die geöffneten Fenster kommt angenehm warm. Im Radio spielt leise ein Lied und mein Beifahrer hält eine große Karte im Schoß fest. Hallstatt ist Teil der historische Kulturlandschaft Hallstatt-Dachstein/ Salzkammergut und so Teil des UNESCO Weltkulturerbes dieser Region. In den schmalen Bergstraßen ist die Stadt überraschend gut ausgeschildert, sodass wir die Karte eigentlich nicht mehr brauchen, aber sicher ist sicher!
In der Ferne lässt sich die Stadt am Hallstätter See bereits erahnen, doch bevor wir genauer Nachschauen können, fahren wir plötzlich in einen langen, engen und relativ kleinen Tunnel, in dem unsere Fahrbahnseite von der Gegenfahrbahn getrennt wird. In Österreich fährt man, wie bei uns in Deutschland, auf der rechten Fahrbahnseite.  
Nachdem wir aus dem Tunnel wieder auftauchen, fahren wir direkt in den nächsten hinein. Zum Glück ist er nicht so lang wie der davor.  
Nach kurzer Zeit sehen wir wieder Himmel über unseren Köpfen und die Suche nach einem Parkplatz beginnt. Überraschender Weise hat Hallstatt ein sehr großes Parkleitsystem. Wir erreichen den Parkplatz, schlucken kurz ob der hohen Preise fürs Parken und starten dann unsere Entdeckungstour. 

Schattenspiel auf den Bergwänden

Schon zu Beginn fallen uns die Schienen auf, welche am Hang eines der Berge angebracht sind und Gondeln nach Oben fahren. Es handelt sich dort um die Salzbergbahn, welche die Touristen zum ältesten Salzbergwerk der Welt hinauf bringt. Dort Oben versteckt sich auch der Skywalk, von dem man einen spektakulären Ausblick über das Salzkammergut haben soll. 

Wir haben jedoch ein anderes Ziel, und zwar das Ufer des Hallstätter Sees, auf dem, neben ein paar Booten, Schwäne auf der aufgerauten Wasseroberfläche treiben. Gelegentlich schwimmt auch mal ein Tretboot in Form eines Schwans durch das Bild.

Rose am Steg
Tretboot in Form eines Schwans

Wenn man es bisher erfolgreich ignoriert hat, fällt einem spätestens hier der asiatische Touch auf, welchen die Lampions in den Bäumen und die asiatischen Schriftzeichen an den Imbissbuden versprühen. Auch wird hier keine Wurst im Brötchen mit Pommes verkauft, sondern viel mehr grüner Tee und Dumplings.

Lampions in den Bäumen

Auch laufen hier allgemein auffällig viele asiatische Touristen herum. Doch woran liegt das? 
Wusstet ihr, dass es einen seitenverkehrten Nachbau von Hallstatt in der chinesischen Stadt Guangdong gibt? Als diese eröffnet wurde, ist sogar der Bürgermeister von Hallstatt nach China geflogen um dabei zu sein. Nach nur einem Jahr Bauzeit war der Nachbau fertig und hat um die 650 Millionen Euro gekostet.
Das Interesse an der kleinen Stadt hat sich im asiatischen Raum seit der Erbauung des Doppelgängers 2012 enorm gesteigert.

Doch lasst uns weiter gehen, durch die kleinen Gassen und ein wenig die Straße hoch.

Haus aus Hallstatt
Straße zum Marktplatz
Haus am Berhang
Efeu an der Fassade

Am bekanntesten Aussichtspunkt Hallstatts fallen uns Schilder auf mit Hinweisen, dass hier „Drohnenflugverbot“ herrscht. Die Einheimischen haben sich von den Drohnen gestört gefühlt und es mussten Schritte eingeleitet werden.  
Die Aussicht, welche wir nach dem kurzen Anstieg zu sehen bekommen ist wunderschön. In der Ferne kommt die Sonne zwischen den Bergen hervor und auch die Wolken, welche sich um die Wipfel der Berge gelegt hatten, lichten sich ein wenig. 

Beliebter Aussichtspunkt

Satt sehen kann man sich hier wohl nicht, aber irgendwann zieht es uns dann doch weiter, die Hügel hinauf durch die kleine Stadt. Die Häuser drängen sich dicht an dicht den Hang hinauf. Uns fallen die vereinzelt Meterlangen Katzentreppen auf, die sich an den Fassaden der Häuser entlang ziehen.  
Nach kurzer Zeit kommen wir an einem prächtigen Friedhof vorbei. Die Gräber hier sind aufwändig geschmückt und liebevoll gepflegt.

Kreuz vor Bergpanorama

Von hier oben ist der Blick über die Stadt nicht weniger erstaunlich. Die Spiegelung der Berge im See, die Häuserdächer und vielen engen Gassen, das rege Treiben auf den Straßen unter uns und die frische Luft, die einem hier um die Nase weht.

Häuserdächer von Hallstatt
Steile Wege zwischen den Häusern
Kirche vor Bergpanorama

Auch von hier hat man einen tollen Blick auf die evangelische Kirche Hallstatt, die 1785 erbaut wurde.
Langsam tun uns die Füße weh, also beschließen wir wieder Richtung des Parkplatzes zu laufen. Aus gegebenem Grund lassen wir noch 1€ pro Person im Toilettenhäuschen und 10 Minuten in der Warteschlange und dann kann unsere Reise weitergehen.

Sonne an den Berghängen

Durch die Tunnel zurück auf die Bergstraßen, am Wasser entlang, das durch die untergehende Sonne zart gefärbt wird. Das heute war ein Abstecher, den wir nicht so schnell vergessen werden.

Hallstatt vor sonnigen Berghängen

Wer bis hier her gelesen hat und noch nicht genug bekommen konnte, den könnte auch eine Entdeckungstour über die Insel Spiekeroog interessieren. Im Beitrag „Dat Eiland Spiekeroog“ nehme ich euch mit auf die ostfriesische Insel. Es gibt nicht nur Fischbrötchen und Muscheln zu sehen, sondern auch die älteste Kirche der ostfriesischen Inseln!


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